>Ralph Bageritz künstlerische Arbeit versteht sich aus der Tradition der DADA-Bewegung. Provokation, Irritation, Witz, Ironie – bisweilen bis zum beißenden Sarkasmus – gehören zu den sehr bewusst eingesetzten Mitteln des Künstlers. Bageritz arbeitet mit dem Bewusstsein der Gesellschaft! Absicht ist es, mit seinem Werk, dass freizügig mit den Medien zu schalten weiß, Bewegung in die Gesellschaft zu tragen, die zur erneuten Überprüfung festgelegter Wertvorstellungen führen soll, nicht nur im ästhetischen Bereich!
Wertvorstellungen, nicht zuletzt auch künstlerische sind ständigen Wandlungen unterworfen. Bageritz weiß auch, dass jedes bedeutende Werk die Kraft haben muß, neue Wertvorstellungen und Maßstäbe in der Gesellschaft zu erstellen, die in einem Prozeß der Auseinandersetzung erst durchgesetzt werden wollen. Ist das Fremde, das Ungekannte, das tatsächlich eigentlich Feindliche, wie es in der Philosophie anklingt?
Wenn es so empfunden wird, löst es möglicherweise einen Wandlungsprozeß aus, um den es Bageritz geht…<

Karl Marx, Dekan / Fachbereich Kunst & Design, Kunstschule Köln, Laudatio, 1989

English Version:

>Ralph Bageritz's art lies within the tradition of the Dada movement. Provocation, irritation, humor, irony – and sometimes even biting sarcasm – are among the tools which the artist consciously employs. Bageritz works with the consciousness of society! The intention of his work, which operates unrestrictedly with the media, is to a re-appraisal of firmly held value beliefs – and this not only in the field of aesthetics!
Value beliefs, not least of all in the arts, are constantly subject to nchange. Bageritz knows as well that every important work of art must have the power to produce new value beliefs and standards in society, which can only be put through in a process of confrontation. Is the foreign, the unknown, the literally truly inimical, as itis evoked in philosophie?
When it is seen in this way, it might possible unleash a process of change – and this is what Bageritz's work is all about...<

Karl Marx, Decane / Department Art & Design, School of Art Cologne, honorific speech, 1989